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Tuesday 27 June 2017, 05:27 Uhr

Softwaretest Intego Security Barrier Platinum Edition X4

Red. ArtikelAuf der MacExpo 2006 in Köln hatte ich Gelegenheit, am Stand von Intego einen Auftrag zu ergattern: die Verfilmung der Platinum Edition X4. Ich hatte bereits die X3 Platinum Edition vor der virtuellen Kamera, doch vor einigen Jahren war das Thema Sicherheit am Mac noch nicht so hot diskutiert wie heute. Obwohl es noch keine richtigen Viren für Mac OS X gibt, kann man aber nicht leugnen, dass in der Windows-Welt zurzeit über 400.000 Virentypen oder -arten bekannt sind. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis die ersten echten Viren für Mac OS X auftauchen werden. Daher habe ich mir die X4 Edition wieder besonders genau angeschaut, und sicherlich gehe ich nicht unbelastet an die Software, da ich Unmengen an Security Tools unter Windows/Mac OS/Linux kenne, mit ihnen u.a. als IT-Security-Berater arbeite und viele Jahre lang Erfahrung in diesem Bereich gesammelt habe.

Auf der MacExpo 2006 in Köln hatte ich Gelegenheit, am Stand von Intego einen Auftrag zu ergattern: die Verfilmung der Platinum Edition X4. Ich hatte bereits die X3 Platinum Edition vor der virtuellen Kamera, doch vor einigen Jahren war das Thema Sicherheit am Mac noch nicht so hot diskutiert wie heute. Obwohl es noch keine richtigen Viren für Mac OS X gibt, kann man aber nicht leugnen, dass in der Windows-Welt zurzeit über 400.000 Virentypen oder -arten bekannt sind. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis die ersten echten Viren für Mac OS X auftauchen werden. Daher habe ich mir die X4 Edition wieder besonders genau angeschaut, und sicherlich gehe ich nicht unbelastet an die Software, da ich Unmengen an Security Tools unter Windows/Mac OS/Linux kenne, mit ihnen u.a. als IT-Security-Berater arbeite und viele Jahre lang Erfahrung in diesem Bereich gesammelt habe.

Intro
Die Platinum X4 Edition wird in einer Mehrsprachenfassung auf CD ausgeliefert. Sehr lobenswert ist neben der englischen, französischen, spanischen, japanischen und italienischen auch die deutsche Fassung der Software inklusive der deutschen Handbücher, die als PDF auf der CD oder auch zum späteren Download bereitstehen. Die Software-Pakete selber lassen sich in einem Rutsch und im Gesamtpaket auf dem Rechner installieren und mit einer einzigen Lizenznummer gleichzeitig freischalten. (In der X3-Version musste noch jede Anwendung einzeln freigeschaltet werden.) Hier und da fehlen den Handbüchern allerdings noch einige interessante, ausführliche Hintergrundinformationen zu verschiedenen Security-Themen: Es werden zwar hin und wieder einige Fachbegriffe aufgeführt (Glossar am Ende), jedoch sind diese insgesamt noch etwas zu kurz erklärt, um dem normalen Apple-User ein wenig mehr Background zu vermitteln.

Positiv sticht die neue Net-Update-Funktion hervor, die sich freiwillig nach der Installation der Software meldet. Hier wird mit minimalem Aufwand und ebenso geringer Downloadzeit jedes benötigte Delta-Update von den Intego-Servern geladen und problemlos installiert. Nach spätestens zwei Neustarts ist der Rechner betriebsbereit und in einen Sicherheitszustand versetzt, von dem Windows-Anwender nachts nur träumen können und feuchte Hände bekommen. OS X ist von Haus aus schon eine sichere Angelegenheit ? die Intego-Lösung setzt dem Ganzen noch die Krone auf.


Die einzelnen Anwendungen der Platinum Edition

Virus Barrier
Virus Barrier ist DIE Software, die nach Viren und anderem Ungeziefer auf dem Mac sucht, findet und erfolgreich vernichtet. Virus Barrier sucht aber nicht nur auf Apple-Rechnern, sondern auch über das Netzwerk angeschlossene Windows-Laufwerke und bereinigt diese sogar besser als mancher Kollege aus der Windows-Welt. E-Mail-Anhänge, die ein Windows-Virus enthalten, verschlingt Virus Barrier mit großem Vergnügen und verhindert somit, dass User unwissend weiterhin Viren versenden.

Der Scan- und Suchvorgang, der alle Dateiarten, also auch komprimierte und unsichtbare Dateien, beinhaltet, ist im Turbomodus unglaublich flott: Für 58.454 Dateien braucht ein alter Dual G4 (1,42 Ghz) gerade einmal 3 Minuten und 8 Sekunden. ? Unter Windows könnte man schon mal Kaffee kochen gehen.

Sehr genial ist auch die Möglichkeit, eine geschützte Zone auf dem Rechner einzurichten. Dies kann zum Beispiel eine gesamte Festplatte oder auch ein spezieller Ordner sein: Kein Virus kommt rein oder raus und Virus Barrier überwacht im Hintergrund permanent die Aktivitäten dieses Bereichs. Eine Planungsmöglichkeit für regelmäßige Scan-Vorgänge und eine ausführliche Protokollfunktion runden Virus Barrier ab. Und läuft der Scanner auf einem entfernten Rechner, kann man sich über eine E-Mail-Benachrichtigung freuen.

Urteil: Sehr gut


Chatbarrier



Chatbarrier ist ein Plugin für iChat AV, das die Chat-Sitzung und Datenübertragung mit dem Chat-Partner verschlüsselt. Auf einfachen Mausklick hin ist die Verschlüsselung ein- oder ausgeschaltet und funktioniert problemlos in drei Sicherheitsstufen. Nachteil: Der Kommunikationspartner benötigt Chatbarrier ebenfalls!

Urteil: Gut +


Net Barrier Monitor
Diese kleine Anwendung, die über allen anderen Anwendungen schwebt, zeigt den ein- und ausgehenden Traffic an, was sehr komfortabel und Mac-like gelöst ist. Anwender, die auf den Traffic achten müssen, haben so eine sehr dezente und informative Anzeige zur Verfügung. Wünschenswert für die Zukunft ist sicherlich die Aufschlüsselung der einzelnen Protokolle; zwar sind einige schon vorgegeben, aber eine Abfrage für bestimmte Ports ist leider an dieser Stelle noch nicht implementiert.

Urteil: Gut +


Personal Antispam
Spam-Filter sind immer eine schwierige Sache: Der Filter von Apple Mail oder Entourage ist schon gut, manchmal verschwinden wichtige Mails jedoch im Spam-Ordner, während andere Mails aus Hintertupfing, die keinen interessieren, als gute Mails gekennzeichnet werden. Hier greift Personal Antispam ein: Grundsätzlich kann man mit einem Mausklick asiatische, kyrillische und japanische E-Mails als Spam betrachten. Spam-Mails kommen aber nicht nur aus Fernost ? und so liefert das Programm mit dem lexikalischen Filter eine Reihe der beliebtesten 2.000 Stichwörter mit, wobei man dieser Liste auch selbst noch bestimmte Stichwörter oder Teilphrasen hinzufügen kann. Mit der Sperrlistenfunktion lässt sich dann z.B. nach Betreffzeile aussortieren: In der Freigabeliste definiert man die guten Absender, ein Zugriff auf das eigene Adressbuch inklusive. Zusätzlich kann man sehr komfortabel nach URLs und Anhängen filtern lassen. ? Personal Antispam ist somit eine wundervolle Ergänzung, um der Spam-Flut Herr zu werden.

Urteil: Sehr gut


Content Barrier
Schutz für die Kids! Content Barrier macht genau das, was die Einschränkungen unter Mac OS X für User meiner Meinung nach normalerweise können sollten: Es schützt die Kids im Umgang mit dem Internet. So ist es bis auf ein paar Ausnahmen möglich, das Web für die kleinen Racker zu filtern und nur ganz bestimmte Websites zu erlauben. Mittels Chat-Filterung sperre ich böse Fragen oder Phrasen von noch böseren großen Onkels und verhindere somit, dass mein Kind Informationen über sich herausgibt. Die E-Mail-Funktion kann man grundsätzlich sperren oder anhand von Kategorien, wie z.B. Gewalt oder Rassismus, wunderbar herausfiltern.

Ebenso besitzt man mit Content Barrier die Möglichkeit, auf einen Mausklick hin Streaming-Inhalte, Peer-to-Peer-Tauschbörsen und Newsgroups zu sperren. Ist man tagsüber nicht bei seinen Kids und die kleinen Racker machen sich dennoch am Rechner zu schaffen, kann man sich sehr schnell bei einem Regelverstoß eine E-Mail zusenden lassen. Das Telefon ist eh meist griffbereit, um die passende Takte zu sagen. Sollen die kleinen Hände nur zu einer bestimmten Uhrzeit surfen, kann man mittels des Planers die passenden Stunden aktivieren.

Urteil: Sehr gut


Personal Backup
Datensicherheit ist wichtiger denn je! Und Personal Backup hilft dabei. Lieber einmal Backup zu viel als einmal zu wenig: Mit einem Mausklick ist eine identische Kopie auf einer externen Platte, ein stark komprimiertes Image lässt sich ebenfalls erzeugen und für ASR vorbereiten. Und auch an das eigene Leben wurde gedacht: Vorgefertigte Scripte sichern Bilder, Videos, Dokumente und Musik im Handumdrehen und ohne Wenn und Aber werden die Daten zwischen zwei Beständen synchronisiert. Zu guter Letzt kann man sich auch sein eigenes Script anlegen und dies einem Kalender wie iCal übergeben. Eine Sicherung von Daten auf CD oder DVD ist für Personal Backup ein Kinderspiel. Es funktioniert einfach.

Urteil: Sehr gut


Net Barrier
In den Settings kann man sich für vier Sicherheitslinien (Personal Firewall, Vandalismus, Datenschutz, Überwachung) entscheiden, grafisch austoben und nach Herzenslust und Bedarf seinen Rechner so dicht machen, wie es unter Windows wahrscheinlich mit einer einzigen Anwendung nie möglich sein wird.

In der Personal Firewall stehen vorgefertigte Regelwerke zum Einsatz bereit; das interessante ist dabei die benutzerdefinierte Regelerstellung: Hier lässt sich wirklich Dienst für Dienst die Maschine dicht machen. Hat man eine zweite Netzwerkkarte zur Hand, kann man auch in die Versuchung kommen, eine richtige Firewall zu realisieren. Regeln im VI eintippen und IP-Chains rauf- und runterbeten habe ich nie gemocht, obwohl es dazu gehört wie das Amen in der Kirche. Eine Protokollfunktion und der Schutz vor Trojanischen Pferden runden die Firewall-Linie ab.

Im Vandalismusbereich kann man Hackversuche abblocken und Spyware auf seinem Rechner ausfindig machen (z.B. wenn der Chef mit Spector den Rechner und seine Aktivitäten überwachen lässt). Eine vertrauenswürdige Gruppe lässt aber auch friedliche Kommunikation mit dem Rechner zu (z.B. Apple Remote Desktop zur Administration). Es ist schließlich nicht alles ?böse?, was aus dem Netzwerk kommt.

Datenschutz ist ein sehr interessantes Feature: Es kann verhindern, dass wichtige Daten ? z.B. Kontodaten, Kreditkarteninformationen und sonstige persönliche Dinge ? den Rechner verlassen. Bannerschutz, Cookies untersuchen oder löschen, Säubern von temporären Dateien und Surfschutz runden die Datenschutz-Linie ab. Schließlich muss ein Betreiber nicht immer wissen, woher ich komme und wohin ich hingehe!

Mit der Überwachung kann man, ähnlich wie mit dem Monitor, gezielt Protokolle beobachten und auswerten lassen; eine Übersicht zum Netzwerk und den aktiven Diensten auf einer Maschine können bei der Fehlersuche helfen; Whois und Traceroute lassen sich bequem aus der Anwendung ohne Terminal ausführen.

Urteil: Sehr gut

Dieser Test ist als erstes auf http://www.cyberbloc.de veröffentlicht worden und mit freundlicher Genehmigung durch die Redaktion von Cyberbloc zur weiteren Veröffentlichung frei gegeben.
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